Die unterschiedlichen Makler

Die unterschiedlichen Makler

Während in Deutschland viele Immobiliengeschäfte privat durchgeführt werden – immerhin wird der Eigentumswechsel durch den Grundbucheintrag vollzogen und nicht bereits mit Unterzeichnung des Kaufvertrages / Angebots – werden Geschäfte dieser Art in den Florida fast ausschließlich über Makler abgewickelt. Dem Florida Immobilien Makler kommt eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe zu. Jeder, der im Florida Immobiliengeschäft vermittelnd tätig wird, muss über eine staatliche Lizenz verfügen. Das ist ein entscheidender Unterschied zu Deutschland.

Deshalb ist die Auswahl des Makler wichtig und die Qualifikation entscheidend.

Lizensiert sind amerikanische Makler immer, aber es bestehen signifikante Unterschiede in den Lizenzen.

Salesperson bzw. Real Estate Agent

Ein Verkäufer (Agent) der für und im Auftrag des Brokers arbeitet. Es gibt keine signifikanten Vorbildungsvoraussetzungen, die staatliche Prüfung ist sehr einfach im Vergleich zur Brokerausbildung. Er verfügt oft über keine oder wenig Berufspraxis, jedenfalls gibt es auch hier keinerlei Voraussetzungen. Der Verkäufer (Agent) darf selbst keine Agenten beauftragen noch sich selbst mit einer eigenen Agentur selbstständig machen. Alle Verträge etc. werden im Namen des verantwortlichen Brokers gestellt.

Real Estate Broker

Weniger als 10% aller Makler in Florida sind Broker. Es gibt auch sog. Broker-Associates, die zwar theoretisch die Broker Lizenz hätten, aber nicht die Verantwortung eingehen möchten die eine Brokerlizenzierung mit sich bringt. Rechtlich sind diese Broker-Associates Sales People gleichgestellt, entsprechend “nur” Verträge für ihren Broker abschließen zu dürfen.

Realtor

Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle auch die Realtor® Designation erwähnt. Dies ist ein rechtlich geschützter Begriff in Form einer eingetragenen Marke der Association of Realtors. Als Realtor darf sich jeder Real Estate Agent oder Broker bezeichnen, sobald dieser der National Association of Realtors® (NAR) beitritt und deren Gebühren bezahlt. Ein Aussage über die Qualifikation gibt dies nicht.

Daneben gibt es noch eine Vielzahl von “Titeln” der REALTOR und befreundeter Organisation die unserer Meinung nach wenig bis keinen substantiellen Wert besitzen.

Hier ein paar Beispiele und die Bedeutung: ABR (Arbeit mit Käufern), CIPS (Arbeitet mir internationalen Clienten – allerdings keine Nachweis einer Fremdsprache erforderlich), CDPE (Arbeit mit Short Sales und Bank Owned Properties), SFR (vergleichbar mit CDPE), E-PRO (Nachweis eines Computergrundkurses), TRC (Internationale Empfehlungen)

Im  Gegensatz dazu stehen “richtige” akademische Titel, die regelmäßig eine mehrjährige Ausbildung nebst staatlicher Prüfungen erfordern: MBA (Master of Buisness Administration – Dipl.-Kfm.), ESQ / JD (Esquire, Juris Doctoris = Rechtsanwalt), CPA (Steuerberater).

Was also tun?

Neben der eigentlichen Berufqualifikation Broker ist insbesondere der individuelle Lebenslauf und die Ausbildung für die Beratungsqualität entscheidend. Ebenso sollte die Maklertätigkeit in Vollzeit ausgeübt werden, nicht als Nebenjob. Lassen Sie sich bei der Maklerwahl besser nicht von vielen Kürzeln beeindrucken, letztendlich dienen diese nur zur Verwirrung wenn es an einer “richtigen” branchennahmen Ausbildung mangelt.

Wir denken hier einen durchaus nachvollziehbaren Wettbewerbsvorteil gegenüber unseren Kollegen bieten zu können, gerade im Zusammenspiel mit der Beratung in der Muttersprache und den ausgezeichneten Kontakten die wir bieten.

—— Florida Multiple Listing Service ——-

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